Trakehnen ist Legende!

Landstallmeisterhaus in Trakehnen
Landstallmeisterhaus in Trakehnen
Der Jagdstall des Hauptgestüts
Hengste vor dem Hauptbeschälerstall
Hengste vor dem Hauptbeschälerstall

In Ostpreußen, im königlichen Hauptgestüt Trakehnen und seinen vier Landgestüten Georgenburg, Rastenburg, Braunsberg und Marienwerder begann 1732 die systematische Pferdezucht. Bereits im 18. Jahrhundert wurden Trakehner vor allem für das Militär gezüchtet.

Bis zum 2. Weltkrieg waren Trakehner ein Inbegriff für Pferde, die im Spitzensport Höchstleistungen erbrachten. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin gingen sechs Gold- und eine Silbermedaille auf das Konto erfolgreicher ostpreußischer Warmblutpferde Trakehner Abstammung.

Neun Jahre später lag die Zucht am Boden: Ostpreußen war zerstört, auf einem mörderischen Treck gen Westen waren die Verluste riesengroß. Vor dem Krieg waren 25.000 Mutterstuten und 1.200 gekörte Hengste als Trakehner registriert. Gerade 1.500 Pferde erreichten den Westen, aus dem Hauptgestüt Trakehnen konnten nur 27 Stuten gerettet werden. Und diese Pferde waren in ganz Deutschland verteilt. Diese zusammen zu bringen, die Zucht auferstehen zu lassen, das hatten sich einige Idealisten aus Ostpreußen zum Ziel gesetzt. Für sie stand fest: Der Trakehner muss Fortbestand haben; die Erhaltung des Warmblutpferdes Trakehner Abstammung als eines der wenigen geretteten Kulturgüter des deutschen Ostens wollte organisiert sein!