Trakehner Förderverein
Einfach hatte es kein Pferdezuchtverband nach dem zweiten Weltkrieg. Doch im Gegensatz zu den Züchtern in Westdeutschland standen die Trakehner vor dem Nichts. Hier galt es schnell Initiative zu ergreifen.
Auf züchterischer Ebene wurde der Trakehner Verband aus der Taufe gehoben. Doch die Tradition, das Wissen um Ostpreußen, seine Pferde und die Menschen sollte auch auf andere Weise einer breiten Öffentlichkeit vermittelt werden. Der Trakehner Förderverein wurde geboren. Vor allem Dietrich von Lenski, Original-Ostpreuße aus Kattenau, war unermüdlich: Kein Weg zu weit, kein Aufwand zu groß. Pragmatische Hilfe war gefragt: Züchter des Trakehner Pferdes mit wertvollem Zuchtmaterial erhielten auf begründeten Antrag hin Beihilfen. Ausstellungen und Schauen wurden unterstützt.
Und das war erst der Anfang. Denn natürlich musste auch der Sportgedanke, der nun das Zuchtziel bestimmte nach vorn getragen werden: Das Engagement für die Zucht schlug früh neue Wege ein: In den 70er Jahren wurde der gekörte Habicht vom Trakehner Förderverein dem Trakehner Verband für das Verbandsgestüt Rantzau zur Verfügung gestellt. Neben seinem Zuchteinsatz machte Habicht vor allem im Vielseitigkeitssport unter Martin Plewa von sich reden: Er gilt als Prototyp eines Zuchthengstes, der durch das Management des Trakehner Fördervereins parallel zum Deckeinsatz eine steile internationale Sportkarriere einschlagen konnte. Krönung dieses "zweiten Bildungswegs": Sieg für Habicht in der Vielseitigkeit in Achselschwang.
Als Leistungsvererber ist der Rappe längst Legende. Seine Förderung - die dem Trakehner Pferd sportliches Renommee einerseits und züchterischen Fortschritt andererseits beschert hatte - sollte wegweisend sein, für die Neuausrichtung des Trakehner Fördervereins.
An diesen sportlichen Leitgedanken knüpft die Initiative TSF direkt an. Seit den 90er Jahren ist TSF, die Trakehner Sportpferde-Förderung, zur Talentschmiede geworden. Talentierte Pferde Trakehner Abstammung sollen im Leistungssport gefördert werden. Schon die erste Fördermaßnahme avancierte zum Volltreffer: Mit der US-Amerikanerin Michelle Gibson im Sattel wurde Peron TSF bei den Olympischen Spielen von Atlanta 1996 Fünfter in der Einzelwertung. Mittlerweile genießen diverse Pferde eine Förderung. Darüber hinaus organisiert die TSF Lehrgänge und engagiert sich bei Schauveranstaltungen. Beihilfen gibt es auch für Turnierställe, die sich auf Trakehner Pferde spezialisiert haben. Wer auf Bundeschampionaten, Deutschen Meisterschaften oder anderen herausragenden Wettkämpfen an den Start geht, kann ebenfalls mit einer Finanzspritze der TSF rechnen.
Die Mittel für die Erhaltung dieser ältesten Warmblutrasse Deutschlands müssen fast ausschließlich von privater Seite aufgebracht werden.
Als förderndes Mitglied des "Vereins zur Erhaltung und Förderung der Zucht des ostpreußischen Warmblutpferdes Trakehner Abstammung e. V." kann man mit einem Jahresbeitrag von mindestens 40 Euro seinen Beitrag zum Erhalt und der Förderung einer einmaligen Pferderasse leisten.
Trakehner Förderverein
Mindestbeitrag: 40 € pro Jahr
Spendenkonto: 40/79000
BLZ: 200 400 00
Commerzbank Hamburg




